Aller Anfang ist schwer – wer ein Jungunternehmen aus der Taufe hebt, hat erst einmal alle Hände voll zu tun, aber in der Regel noch keine oder wenige Einnahmen, die den Aufwänden gegenüberstehen. Um es jedoch wie Goethe weniger pessimistisch zu sehen, sollte man sich auch seine Worte vor Augen halten:

„Was immer du tun kannst, oder träumst es tun zu können, fang damit an! Mut hat Genie, Kraft und Zauber in sich“

Ein erstes Ziel junger Unternehmen besteht wenig überraschend darin, neue Kunden zu finden. Das Geschäft soll schließlich ins Laufen kommen. Am einfachsten gelingt das heute über die eigene Webseite. Hier haben wir einige wichtige Punkte zusammengetragen, die den Start erleichtern und dazu beitragen, dass die Webseite auch tatsächlich Kunden bringt.

 

  1. Such dir einen guten Webdesigner
  2. Was ist dein Angebot?
  3. Wo sind deine Landingpages?
  4. Gestalte deinen Blog klar und angenehm zu lesen
  5. Sei auch mobil gut lesbar
  6. Erstelle deine goldene Keyword-Liste
  7. Sorge für Content, der bewegt
  8. Denk an Social Media
  9. Verlinke – aber nicht so wie du denkst!

 

1. Such dir einen guten Webdesigner

Der erste Schritt zu einer guten Webseite ist es, eine gute Webseite aufzusetzen. Dabei ist es wichtig, nichts zu überstürzen. Mit ein wenig Kenntnissen, die sich jeder schnell online anlesen kann, ist es heute sehr einfach, etwa mit WordPress eine eigene Webseite zu installieren und online zu stellen – auch ganz ohne Webdesigner. Doch die Erfahrung zeigt, wer wirklich erfolgreich sein möchte, sollte das Geld in die Hand nehmen und einem Webdesigner vertrauen, der sein Handwerk beherrscht und auch täglich mit der Materie zu tun hat.

Denn die Hürden stecken oft im Detail. Suchmaschinen wie Google schätzen eine klare HTML-Struktur und ordentlich angelegte Subdomains. Wer zum ersten Mal eine WordPress-Seite installiert, dem unterlaufen schnell Fehler, ohne es zu merken, die sich jedoch irgendwann böse rächen können. Zu viele installierte Plugins, zu große Bilder und andere Faktoren, die die Ladezeit verlangsamen kosten zudem weitere Rankingplätze. Also hier lieber auf einen Webdesigner vertrauen, der von Anfang an für die technischen Voraussetzungen sorgt.

2. Was ist dein Angebot?

Wenn dir Kunden über deine Webseite Anfragen schicken sollen, sollten sie schnell verstehen, was du anbietest und was dein Unternehmen macht. Und zwar am besten direkt auf der Startseite. In einem Startseitentext oder direkt mit aussagekräftigen Menüpunkten erfahren deine zukünftigen Kunden, welche Leistung sie von dir erwarten können.

Das Gleiche gilt natürlich für Produktkategorien und einzelne Produkte. Ein Produkt oder eine Dienstleistung, die auf deiner Webseite nicht mit Texten beschrieben ist, kann von Google auch nur schwer gefunden werden. Denn Google arbeitet stark textbasiert. Daher sollte jede Kategorie- und Produktseite auch über einen passenden Text dazu verfügen.

3. Was ist eine Landingpage?

Wenn du deine Webseite erstellst, achte darauf, Raum für Landingpages zu lassen. Dabei handelt es sich um spezielle Zielseiten, auf denen eine klar definierte Leistung genau beschrieben und angeboten wird. Der Sinn einer Landingpage ist es, den Nutzer zu einer Aktion wie etwa einer Anfrage oder einer Bestellung zu bringen.

Die Landingpage kann über die organische Suche aufgerufen werden, aber sie eignet sich auch ideal, um Google AdWords Werbung darauf zu leiten. Wichtig ist, dass auf der Landingpage keine Ablenkung mehr stattfindet. Der Kunde oder die Kundin ist bereits am Ziel angelangt und soll nicht mehr verleitet werden, noch auf einen anderen Bereich der Webseite zu klicken – alles soll darauf abgestimmt sein, dass er oder sie den Anfrage-Button klickt oder ein Produkt bestellt. Hier sind also eine schlichte, klare Struktur gefragt und möglichst keine Menüpunkte und Links mehr zu anderen Seitenbereichen.

4. Gestalte deinen Blog klar und angenehm zu lesen

Startseitentexte, Kategorietexte und Produktbeschreibungen stellen den ersten Schritt dar, um bei Google gefunden zu werden. Das Herzstück deiner Webseite, um künftig noch mehr Content erstellen zu können und mit der Community eine Vertrauensbasis aufzubauen, ist dein Blog. Der Blogbereich eignet sich ideal, um darin über Themen zu schreiben, die die Zielgruppe bewegen, über Problemstellungen, mit denen sie konfrontiert sind, aber auch über neue kommende Produkte, praktische Tipps und auch Infos aus der Branche.

Damit der Blog auch wirklich gelesen wird, sollte nicht nur von Zeit zu Zeit Blog Content online gestellt werden, sondern es ist ebenso auch wichtig, dass der Blog ein ansprechendes und klares Design aufweist. Denke immer daran, in welcher Situation deine Nutzer den Blog lesen. Sie möchten nicht von blinkenden Lichtern und allerlei Verweisen auf andere Blogartikel abgelenkt werden. Sondern der Fokus soll auf dem Leseerlebnis liegen, das immer häufiger auf Smartphones stattfindet, wo aufgrund des kleineren Bildschirms noch weniger Raum zur Verfügung steht.

5. Sei auch mobil gut lesbar

Wenn du deine Webseite gemeinsam mit deinem Webdesigner planst, sag ihm, dass deine Seite auch mobilfähig sein soll. Am besten responsive – das bedeutet, dass sich alle Seiten automatisch optimal auf die jeweilige Bildschirmgröße anpassen und somit immer perfekt dargestellt werden. Denk daran: Über die Hälfte der Suchanfragen bei Google finden heute bereits über mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets statt – Tendenz stark steigend!

Sind Landingpages oder Blogbeiträge deiner Webseite auf Smartphones nicht gut lesbar, werden Nutzer schnell weiter klicken und sich auf anderen Konkurrenzseiten umsehen, um ihr Bedürfnis zu decken.

6. Erstelle eine goldene Keyword-Liste für dein Jungunternehmen

Wenn deine Webseite bei Google gefunden werden soll, solltest du dich auch mit Keywords auseinandersetzen. Keywords, das sind die Suchbegriffe, die deine Kunden verwenden, wenn sie bei Google nach deinen Produkten und Dienstleistungen suchen. Nur wenn diese Begriffe auch in deiner Webseite auftauchen, du sie also z.B. immer wieder einmal in Blogtexten verwendest, kann die Seite auch zu diesen Suchen in den Suchergebnissen aufscheinen.

Und welche das genau sind, lässt sich am einfachsten mit dem Google Keyword Tool herausfinden. Dieses kostenlose Werkzeug bei Google zeigt an, welche Keywords wie oft pro Monat (Suchvolumen) und mit welcher Konkurrenz (Wettbewerb) bei Google gesucht werden. Das lässt gute Rückschlüsse darauf ziehen, wo die Umsatzpotenziale liegen. Wenn du beispielsweise karierte Krawatten in deinem Online Shop verkaufst, aber niemand nach karierten Krawatten sucht, ist die Nachfrage dafür vielleicht doch nicht so groß oder die Zielgruppe benutzt doch andere Suchbegriffe, um ihr drängendes Bedürfnis nach Schlipsen im Karomuster zu befriedigen.

In jedem Fall ist es wichtig, dass du deine goldene Keyword-Liste erstellst; Und zwar durch eine ausführliche Keyword-Recherche mit dem Google Keyword Tool. Am übersichtlichsten lässt sich diese Keyword-Liste in einer Excel-Datei abbilden.

Recherchiere nach den Keywords, die dein Angebot gut beschreiben und die sehr wahrscheinlich von potenziellen Käufern genutzt werden. Idealerweise gelingt es, Begriffe zu finden, die ein hohes Suchvolumen bei gleichzeitig geringem Wettbewerb aufweisen. Investiere ausreichend Zeit in die Keyword-Analyse. Diese goldene Keyword-Liste stellt fortan das Grundgerüst deiner Content-Strategie dar. Zieh sie vor jedem neuen Blogartikel heran und schau, ob du einige Keywords darin verwenden kannst. Im Idealfall hast du irgendwann mindestens einen Text zu jedem Keyword online.

7. Sorge für Content, der anzieht

Guter Content zieht Besucher an wie ein starker Magnet. Und das aufgrund der besonderen Art und Weise, wie die Suche im Internet eben funktioniert. Menschen verwenden bei ihrer Suche nach Informationen bestimmte Worte – bringt Google diese Worte mit den Texten (dem Content), die auf einer Webseite erscheinen, in Verbindung, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Nutzer genau auf dieses Suchergebnis klicken und damit erstmalig auf der Webseite landen.

Damit die Besucher deines Blogs dann auch dranbleiben und weiterlesen oder gar von alleine wiederkommen, solltest du herausfinden, was deine Besucher eigentlich bei dir wollen. Wonach suchen sie? Welche Informationen erwarten sie sich? Suchen sie Unterhaltung? Suchen sie Lösungen zu Problemen? Suchen sie Informationen zu neuen Produkten?

Oft ist es eine Mischung aus vielem und daher empfiehlt es sich, abwechselnd Blogartikel zu schreiben, die die verschiedenen Bedürfnisse und Themenfelder abdecken.

8. Denke an Social Media!

Ebenso wichtig wie die Texterstellung ist die Distribution deiner Blogartikel. Am einfachsten gelingt das natürlich über deine Social-Media-Seiten bei Facebook, Twitter, Instagram & Co. So erhalten deine Blogbeiträge schnell eine gewisse Reichweite und werden im Idealfall gleich nochmal geteilt. Wichtig: Benutze #Hashtags bei jedem Teilen in Social-Media-Portalen. Denn ansonsten erreichst du lediglich Menschen, die bereits Fans deiner Seiten sind, nicht aber Personen, die dir noch nicht folgen.

Social Media

9. Verlinke – aber nicht so wie du denkst!

Links sind wichtig – mit ihnen kommen Nutzer von einem Punkt im Internet zu einem anderen. Lange Zeit wurden Links auch als wichtiger Ranking-Faktor geschätzt. Je mehr Links von verschiedenen Domains auf eine Webseite verwiesen, umso wichtiger schien diese Seite für Google. Teils wurde dieser Faktor überstrapaziert genutzt bis zu der Tatsache, dass Links in Bausch und Bogen einfach eingekauft werden konnten, um das Ranking vermeintlich zu verbessern. Mittlerweile nimmt dieser Faktor nur mehr eine untergeordnete Rolle ein – dennoch solltest du auf Links achten – vor allem aber auf deiner eigenen Webseite:

Setze interne Links! Wenn Menschen deine Blogbeiträge lesen und darin Links zu Produkten oder anderen Blogartikeln eingepflegt sind, trägt das dazu bei, dass deine Besucherinnen und Besucher auch einmal andere Routen durch deine Webseite nehmen.

Zugleich lassen sich durch Wortlinks die jeweiligen Zielseiten, auf die die Links zeigen, stärken – dazu ist es wichtig, Worte zu verlinken, die sinngemäß das Thema der Zielseite möglichst gut beschreiben. Dann weiß auch Google wieder ein Stück mehr, worum es auf der Seite geht, was wiederum zu besserer Sichtbarkeit in den Suchergebnissen führt.

 

9 erste Schritte zum Online Marketing für junge Webseiten: Mit diesen 9 Schritten sollte es dir gelingen, viele Anfängerfehler zu vermeiden und erste Erfolge im Online Marketing zu erzielen. In der Folge sollte natürlich nach und nach eine Analyse und Optimierung deines Contents erfolgen, damit du gute Ergebnisse halten und weiterhin Plätze verbessern kannst. Viel Erfolg!

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