Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin wollen 1 Mrd. Menschen Zugang zum Internet geben. Quelle: Google

Bereits heute hat der Suchmaschinenkonzern Google eine marktbeherrschende Position in den meisten Ländern der Erde. Doch die Such-Experten aus Palo Alto haben auch die zukünftige Entwicklung stets im Blick. Derzeit nutzt „nur“ rund die Hälfte der Weltbevölkerung das Internet. Google möchte diesen Umstand ändern.

Wenn es nach Google geht, soll die Zahl der Menschen, die weltweit Zugang zum Internet hat, schon bald um rund 1 Mrd. steigen. Hierbei hat der Konzern vor allem die Schwellenländer im Blick. In Afrika und Asien gibt es viele entlegene Regionen, in denen Internet noch ein Fremdwort ist. Hier soll Abhilfe geschaffen werden. Der Suchmaschinenbetreiber plant, in Zusammenarbeit mit Regierungen und Behörden WLAN-Netze zu errichten, um der Bevölkerung Zugang zum mobilen Internet zu geben. Dies ist die kostengünstigste Möglichkeit, um das Internet in infrastrukturschwachen Regionen auszubauen.

Um das Vorhaben in die Tat umzusetzen, will Google so genannte White Spaces nutzen, also etwa vorhandene TV-Frequenzen, die bisher ungenutzt sind. Gerade hierfür ist die Kooperation mit Regierungen notwendig. Ein erstes Projekt wird derzeit in der südafrikanischen Kapregion gestartet.

Ob der Zugang zum mobilen Internet gratis möglich sein soll oder gegen Gebühr, dazu hat sich Google noch nicht konkret geäußert. Sicher ist jedoch, dass das Engagement von Google nicht unbelohnt bleiben wird. Denn natürlich zieht der Konzern ins Kalkül, dass eine höhere Anzahl von Internetnutzern auf der Welt auch eine höhere Google-Nutzerzahl nach sich zieht und damit auch die Werbeeinnahmen des Unternehmens steigen.