Den Google Reader wird es bald nicht mehr geben. Das hat der Suchmaschinenkonzern Google zuletzt angekündigt. Mit Anfang Juli soll der Service nicht mehr angeboten werden. Doch die Social-News-Plattform Digg.com will das nicht gelten lassen. Digg glaubt an den Erfolg und die Notwendigkeit eines funktionellen Readers für RSS-Feeds, was selbstverständlich auch eng mit dem Geschäftszweck von Digg verknüpft ist.

108 Tage Entwicklungszeit

Die Nachricht dürfte für große Freude bei der Google-Community sorgen, die sich an den Reader bereits gewöhnt  hat. Digg hat sich 108 Tage Zeit gegeben, um einen würdigen Nachfolger für den Google Reader zu entwickeln. Dies ist auch der Zeitraum, bis zu dem der Reader von Google abgeschaltet wird. Zwar ist es nicht offiziell, aber denkbar, dass Google sich zugunsten der Social Media Plattform Google+ für den Schritt entschieden hat, um Nutzer zu animieren, News über diesen Weg zu konsumieren.

Das ausgerechnet die Plattform Digg den Google Reader nachahmt, dürfte womöglich auch damit zusammenhängen, dass Digg-Gründer Kevin Rose und sein Team auch in einer Google-Labs-Sparte involviert sind und hier womöglich schon Insiderinformationen über die Abschaltung gehabt hatten. In jedem Fall darf man dankbar dafür sein, dass auch in Zukunft eine Reader-Funktion zur Verfügung stehen dürfte, um an einem Ort News aus Blogs, Newsseiten und anderen Quellen zu bündeln und konsumieren zu dürfen.

Google Reader ist ein internetbasierender Feedreader, mit dem sich RSS-Feeds aus Blogs, Newsseiten und anderen Quellen bündeln lassen, um somit Neuigkeiten aus bevorzugten Internet-Quellen an einem Ort lesen zu können. Die Feeds lassen sich beispielsweise in eine personalisierte iGoogle-Startseite einbinden oder aber auch mobil abrufen.